Altenpflegehelfer
René (26) mag seinen Beruf
"Ich helfe den älteren Menschen bei der Körperpflege, beim Kochen und Essen und sorge dafür, dass sie auch mal rauskommen und etwas erleben, indem ich mit ihnen spazieren gehe oder Karten spiele. Natürlich gehört es auch zu meinen Aufgaben, diese Betreuung in den Patientenakten genau zu dokumentieren. Es ist ein schönes Gefühl, älteren Menschen helfen zu können. Wichtig ist dabei, dass man gegenseitiges Vertrauen aufbauen muss, sonst klappt es nicht. Ich lerne dadurch die älteren Menschen ziemlich gut kennen. Jeder hat ganz individuelle Erfahrungen mit unserer Welt gemacht, jeder hat seine eigene Geschichte. Das finde ich schon echt spannend. Und es macht mich immer wieder froh, wenn die älteren Menschen zufrieden und dankbar sind. Das müssen sie nicht mit Worten ausdrücken – man sieht es Ihnen an. Es ist schön zu sehen, dass sie glücklich mit unserer Betreuung sind!"
- Was macht ein Altenpflegehelfer?
Altenpflegehelfer unterstützen Altenpfleger bei ihrer Arbeit. Sie betreuen und pflegen genau wie Altenpfleger ältere Menschen, die nicht mehr alleine zurecht kommen. Das heißt, sie helfen ihnen beim Waschen und Essen, geben ihnen ihre Medikamente oder wechseln Verbände. Außerdem sind sie für die Freizeit der alten Menschen zuständig: Sie lesen, spielen, singen, malen oder kochen gemeinsam mit ihnen oder organisieren Ausflüge und Feste.
- Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung?
Ein Hauptschulabschluss reicht in den meisten Bundesländern! (In einigen Bundesländern musst du allerdings zusätzlich ein Vorpraktikum machen). Diese Ausbildung ist vielleicht besonders interessant für dich, wenn dein bisheriger Schulabschluss für eine Ausbildung zum Altenpfleger nicht ausreicht. Vor der Ausbildung musst du ein ärztliches Attest abgeben, in dem steht, dass du gesund bist. Außerdem verlangen viele Ausbilder, dass du mindestens 18 Jahre alt bist. Oft wird auch verlangt, dass du ein Führungszeugnis vorlegst, in dem steht, dass du keine Straftaten begangen hast. Dieses Dokument bekommst du im Rathaus deiner Stadt oder Gemeinde.
- Wie läuft die Ausbildung ab?
Die eine Hälfte ist die Theorie, die andere die Praxis. Den praktischen Teil lernst du bei deinem Arbeitgeber. Das kann ein klassisches Altenheim sein, eine Alten-WG mit betreutem Wohnen oder ein ambulanter Pflegedienst, der die Seniorinnnen und Senioren in ihrem Zuhause betreut. Die Theorie bekommst du an einer Altenpflegeschule beigebracht. Zum Unterricht gehören zum Beispiel Medizin und Recht, aber du lernst auch viel über den richtigen Umgang mit älteren Menschen und darüber, wie man ihnen am besten helfen kann. Mehr über die Ausbildungsinhalte kannst du hier erfahren: http://infobub.arbeitsagentur.de
- Wie lange dauert die Ausbildung?
Ein Jahr bis drei Jahre – je nachdem, in welchem Bundesland du wohnst. Zum Schluss musst du eine schriftliche Prüfung (Klausur) bestehen und in einer praktischen Prüfung zeigen, wie du alte Menschen pflegst und betreust.
- Wo kann ich mich bewerben?
Bei allen Altenpflegeschulen. Außerdem musst du dich um einen Platz für die praktische Ausbildung kümmern. Den Praxisteil kannst du zum Beispiel in einem Altenheim machen oder beim ambulanten Pflegedienst. Außerdem kommen noch Tagespflegeeinrichtungen in Frage.
- Wie sieht es mit dem Verdienst aus?
Das ist schwer zu beantworten, weil in jedem Bundesland andere Bedingungen gelten.
- Und nach der Ausbildung?
Weil es immer mehr ältere Menschen in Deutschland gibt, sind die Aussichten sehr gut, dass du übernommen wirst oder schnell eine gute Stelle findest. Oder du machst zusätzlich eine Altenpflegerausbildung, dazu bist du als staatlich geprüfter Altenpflegehelfer auch zugelassen, wenn du keinen Realschulabschluss hast.
- Wo finde ich noch mehr Informationen?
Die Bundesagentur für Arbeit hat hier viele Infos zusammen gestellt: http://infobub.arbeitsagentur.de
Ein Forum für Auszubildende in der Altenpflege gibt es hier: http://forum.pflegenetz.net
Daniel ist 22 Jahre alt und macht gerade eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer. Hier kannst du lesen, wie sein Tag abläuft:www.planet-beruf.de
Eine tolle Möglichkeit zum Reinschnuppern ist auch ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr. In vielen Einrichtungen für ältere Menschen bist du auch als ehrenamtlicher Helfer willkommen, du könntest zum Beispiel den Bewohnern und Bewohnerinnen vorlesen oder mit ihnen spazieren gehen. Frag einfach mal bei der Heimleitung nach. Viele nutzen auch den Zivildienst dafür, das Berufsfeld Altenpflege kennen zu lernen, denn in vielen Einrichtungen gibt es Stellen für Zivis.



